So wechselst du von Lightroom zu darktable

darktable ist ein kostenloser Open-Source-RAW-Entwickler für Windows, Mac und Linux. Es organisiert deine Fotos und bearbeitet sie nicht-destruktiv, genau wie Lightroom. Es arbeitet anders und braucht etwas Einarbeitung, und deine Entwicklungen kommen nicht originalgetreu mit, aber du kannst Originalfotos, Bewertungen und Stichwörter mitnehmen.

Aktualisiert: · Lesezeit: 2 Min. · Wie wir die Alternativen auswählen

Kurz gesagt

  • Deine Originalfotos bleiben unberührt: darktable liest sie dort, wo sie liegen.
  • XMP-Dateien erhalten Bewertungen, Farbmarkierungen und Stichwörter.
  • Lightroom-Entwicklungen kommen schlecht mit: Exportiere wichtige Fotos, bevor du gehst.

Das Richtige für dich, wenn…

  • Du entwickelst RAW-Dateien und willst kein Abo bezahlen.
  • Du willst ein Programm mit viel technischer Kontrolle über die Farbe.
  • Du nutzt Linux oder willst alles auf dem eigenen Rechner haben.

Besser etwas anderes, wenn…

  • Du bearbeitest am Handy und bist auf die Cloud-Synchronisation angewiesen.
  • Du brauchst schnelle Ergebnisse mit Kameraprofilen und stark geführten Reglern.
Screenshot von darktable
So sieht darktable aus. Screenshot: สาริศ ธนาโสภณ · CC BY-SA 4.0 · verkleinert

Von Lightroom zu darktable: Entsprechungen

Lightroomdarktable
BibliothekLeuchttisch
EntwickelnDunkelkammer
SammlungenSammlungen
VorgabenStile und Voreinstellungen
WeißabgleichModule Weißabgleich und Farbkalibrierung
TonwertkurveTonwertkurve, Sigmoid oder Filmic
RauschreduzierungProfilbasierte Rauschreduzierung
MaskenGezeichnete und parametrische Masken

Schritt für Schritt

  1. Metadaten speichern

    Wähle in Lightroom Classic alle Fotos aus und nutze Metadaten > Metadaten in Datei speichern. So entstehen neben deinen RAW-Dateien XMP-Dateien mit Bewertungen und Stichwörtern.

  2. Fertige Arbeiten exportieren

    Exportiere entwickelte Fotos, die du behalten willst, als hochwertiges JPEG oder TIFF. Nur so bleibt ihr genaues Aussehen erhalten.

  3. darktable installieren

    Lade es kostenlos von darktable.org herunter. Die Sprache kannst du in den Einstellungen wählen.

  4. Ordner importieren

    Nutze im Leuchttisch Importieren und wähle das Hinzufügen zur Bibliothek: Es liest deine Dateien, ohne sie zu verschieben, und legt eigene Begleitdateien an. Beginne mit einem kleinen Ordner.

  5. Grundmodule lernen

    Öffne ein Foto in der Dunkelkammer und probiere Belichtung, Weißabgleich, Sigmoid oder Filmic, Tonwert-Equalizer und Rauschreduzierung aus. Sieh im offiziellen Handbuch nach, denn die Logik ist anders.

  6. Eigene Stile anlegen

    Gefällt dir eine Entwicklung, speichere sie als Stil und wende sie im Leuchttisch auf weitere Fotos an. Exportiert wird mit dem Exportmodul.

Dateien und Formate

darktable liest die RAW-Dateien der meisten Kameras sowie DNG, JPEG und TIFF. Der .lrcat-Katalog von Lightroom öffnet sich nicht. XMP-Dateien bringen Bewertungen und Stichwörter mit, Entwicklungseinstellungen aus Lightroom werden aber nicht originalgetreu wiedergegeben. Prüfe vor dem Wechsel, ob deine Kamera unterstützt wird.

Was du nicht findest

Tipps

Vergleich: darktable vs. RawTherapee, welches passt besser?

Häufige Fragen

Verliere ich meine Lightroom-Bearbeitungen?

Großteils ja. Die Werte werden in darktable nicht gleich wiedergegeben. Exportiere wichtige Arbeiten vorher als JPEG oder TIFF.

Muss ich meine Fotos verschieben?

Nein. darktable nimmt sie dort in die Bibliothek auf, wo sie liegen, ohne die Originale anzurühren.

Wird meine Kamera unterstützt?

Die meisten RAW-Formate schon, sehr neue Kameras brauchen aber etwas Zeit. Sieh in der Liste auf der Website nach.

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