Kurz gesagt
- Deine Originalfotos bleiben unberührt: darktable liest sie dort, wo sie liegen.
- XMP-Dateien erhalten Bewertungen, Farbmarkierungen und Stichwörter.
- Lightroom-Entwicklungen kommen schlecht mit: Exportiere wichtige Fotos, bevor du gehst.
Das Richtige für dich, wenn…
- Du entwickelst RAW-Dateien und willst kein Abo bezahlen.
- Du willst ein Programm mit viel technischer Kontrolle über die Farbe.
- Du nutzt Linux oder willst alles auf dem eigenen Rechner haben.
Besser etwas anderes, wenn…
- Du bearbeitest am Handy und bist auf die Cloud-Synchronisation angewiesen.
- Du brauchst schnelle Ergebnisse mit Kameraprofilen und stark geführten Reglern.

Von Lightroom zu darktable: Entsprechungen
| Lightroom | darktable |
|---|---|
| Bibliothek | Leuchttisch |
| Entwickeln | Dunkelkammer |
| Sammlungen | Sammlungen |
| Vorgaben | Stile und Voreinstellungen |
| Weißabgleich | Module Weißabgleich und Farbkalibrierung |
| Tonwertkurve | Tonwertkurve, Sigmoid oder Filmic |
| Rauschreduzierung | Profilbasierte Rauschreduzierung |
| Masken | Gezeichnete und parametrische Masken |
Schritt für Schritt
Metadaten speichern
Wähle in Lightroom Classic alle Fotos aus und nutze Metadaten > Metadaten in Datei speichern. So entstehen neben deinen RAW-Dateien XMP-Dateien mit Bewertungen und Stichwörtern.
Fertige Arbeiten exportieren
Exportiere entwickelte Fotos, die du behalten willst, als hochwertiges JPEG oder TIFF. Nur so bleibt ihr genaues Aussehen erhalten.
darktable installieren
Lade es kostenlos von darktable.org herunter. Die Sprache kannst du in den Einstellungen wählen.
Ordner importieren
Nutze im Leuchttisch Importieren und wähle das Hinzufügen zur Bibliothek: Es liest deine Dateien, ohne sie zu verschieben, und legt eigene Begleitdateien an. Beginne mit einem kleinen Ordner.
Grundmodule lernen
Öffne ein Foto in der Dunkelkammer und probiere Belichtung, Weißabgleich, Sigmoid oder Filmic, Tonwert-Equalizer und Rauschreduzierung aus. Sieh im offiziellen Handbuch nach, denn die Logik ist anders.
Eigene Stile anlegen
Gefällt dir eine Entwicklung, speichere sie als Stil und wende sie im Leuchttisch auf weitere Fotos an. Exportiert wird mit dem Exportmodul.
Dateien und Formate
darktable liest die RAW-Dateien der meisten Kameras sowie DNG, JPEG und TIFF. Der .lrcat-Katalog von Lightroom öffnet sich nicht. XMP-Dateien bringen Bewertungen und Stichwörter mit, Entwicklungseinstellungen aus Lightroom werden aber nicht originalgetreu wiedergegeben. Prüfe vor dem Wechsel, ob deine Kamera unterstützt wird.
Was du nicht findest
- Deine Lightroom-Entwicklungen kommen nicht originalgetreu mit.
- Es braucht mehr Einarbeitung als Lightroom, und manche Module sind technisch.
- Es gibt weder Handy-App noch Cloud-Synchronisation.
Tipps
- Teste es mit einem aktuellen Shooting und lass deinen alten Katalog in Ruhe, bis du überzeugt bist.
- Bewahre deinen Lightroom-Katalog als Archiv auf, falls du eine Entwicklung nachsehen musst.
- Ist dir darktable zu technisch, sind RawTherapee und ART weitere Gratisoptionen.
Vergleich: darktable vs. RawTherapee, welches passt besser?
Häufige Fragen
Verliere ich meine Lightroom-Bearbeitungen?
Großteils ja. Die Werte werden in darktable nicht gleich wiedergegeben. Exportiere wichtige Arbeiten vorher als JPEG oder TIFF.
Muss ich meine Fotos verschieben?
Nein. darktable nimmt sie dort in die Bibliothek auf, wo sie liegen, ohne die Originale anzurühren.
Wird meine Kamera unterstützt?
Die meisten RAW-Formate schon, sehr neue Kameras brauchen aber etwas Zeit. Sieh in der Liste auf der Website nach.
Unabhängig: Wir haben keine Geschäftsbeziehung, kein Sponsoring und keine Partnerschaft mit Lightroom oder diesen Alternativen, und niemand bezahlt uns für Empfehlungen. Die Links führen zu den offiziellen Websites und sind keine Affiliate-Links; die Website finanziert sich ausschließlich über Anzeigen von Google AdSense, die keinen Einfluss auf die Auswahl haben. Mehr erfahren.