So wechselst du von InDesign zu Scribus

Scribus ist ein kostenloses Open-Source-Layoutprogramm für Windows, Mac und Linux. Es eignet sich für Broschüren, Magazine und Plakate und exportiert druckfertige PDFs mit CMYK, Volltonfarben und PDF/X. .indd-Dateien öffnet es nicht und sein IDML-Import ist einfach gehalten, bei komplexen Arbeiten lohnt sich also ein neues Layout.

Aktualisiert: · Lesezeit: 2 Min. · Wie wir die Alternativen auswählen

Kurz gesagt

  • Professionelles Layout mit CMYK, Volltonfarben und PDF/X, kostenlos.
  • Es kann IDML importieren, wenn auch nur einfach. .indd-Dateien öffnen sich nicht.
  • Die Oberfläche ist weniger ausgefeilt, und bei langen Dokumenten gibt es weniger Automatisierung.

Das Richtige für dich, wenn…

  • Du gestaltest ab und zu Broschüren, Plakate, Newsletter oder Magazine.
  • Du willst kein Abo für wenige Einsätze im Jahr bezahlen.
  • Du brauchst PDFs für den Druck und willst nicht von Adobe abhängen.

Besser etwas anderes, wenn…

  • Du setzt lange Bücher mit Querverweisen, Registern und GREP-Stilen.
  • Du tauschst täglich .indd-Dateien mit Agenturen oder Druckereien aus.
Screenshot von Scribus
So sieht Scribus aus. Screenshot: Great Brightstar · LGPL · verkleinert

Von InDesign zu Scribus: Entsprechungen

InDesignScribus
MusterseitenMusterseiten
Text- und BildrahmenText- und Bildrahmen
Absatz- und ZeichenformateAbsatz- und Zeichenstile
FarbfelderFarbpaletten mit CMYK und Volltonfarben
PreflightDruckvorstufenüberprüfung
Als PDF exportierenAls PDF exportieren, mit PDF/X
FarbeinstellungenFarbmanagement mit ICC-Profilen
SkriptePython-Skripte

Schritt für Schritt

  1. Scribus installieren

    Lade es von scribus.net herunter. Installiere auch die Schriften, die deine Arbeiten nutzen.

  2. Aus InDesign exportieren

    Hast du InDesign noch, wähle Datei > Exportieren und IDML und erstelle zusätzlich ein Referenz-PDF. Ohne InDesign kommst du an deine .indd-Dateien nicht mehr heran.

  3. Importieren oder neu bauen

    Öffne die .idml-Datei in Scribus über Datei > Öffnen. Das Ergebnis kann stark schwanken: Prüfe Text und Bilder. Bei komplexen Arbeiten lohnt sich oft ein neues Layout mit dem PDF als Vorlage.

  4. Dokument vorbereiten

    Lege Seitenformat, Anschnitt, Musterseiten und Stile fest. Wie in InDesign liegt der Inhalt in Rahmen: Erstelle den Rahmen und lade dann Text oder Bild.

  5. Farbe einrichten

    Aktiviere in den Einstellungen das Farbmanagement und wähle die Profile, die deine Druckerei verlangt. Lege deine Farben in CMYK an.

  6. Druck-PDF exportieren

    Führe die Druckvorstufenüberprüfung aus und exportiere je nach Vorgabe als PDF/X-1a, X-3 oder X-4, mit Schnittmarken und Anschnitt.

Dateien und Formate

Scribus öffnet keine .indd-Dateien. Es kann .idml und .idms importieren, meist mit Nacharbeit, sowie Dokumente anderer Formate. Es speichert als .sla und exportiert als PDF mit PDF/X-1a, X-3 und X-4. Bilder werden verknüpft: Halte den Ordner zusammen und nutze beim Versand des Projekts die Funktion Für Ausgabe sammeln.

Was du nicht findest

Tipps

Häufige Fragen

Öffnet Scribus InDesign-Dateien?

.indd-Dateien nicht. .idml-Dateien lassen sich importieren, brauchen aber meist Nacharbeit, vor allem bei komplexen Layouts.

Eignet es sich für den professionellen Druck?

Ja. Es unterstützt CMYK, Volltonfarben, ICC-Profile und PDF/X. Mach einen Test mit deiner Druckerei.

Ist es für InDesign-Umsteiger leicht zu lernen?

Die Konzepte sind dieselben: Rahmen, Musterseiten und Stile. Die Oberfläche ändert sich, du findest dich aber schnell zurecht.

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