So wechselst du von Final Cut Pro zu DaVinci Resolve

DaVinci Resolve vereint Schnitt, Farbe, Effekte und Audio in einem Programm, mit einer sehr umfangreichen Gratisversion, die nativ auf Apple-Chips läuft. Es wirkt weniger direkt als Final Cut Pro, funktioniert dafür auch unter Windows und Linux. Deine Schnitte ziehen per XML-Datei um, Motion-Titel und -Effekte musst du aber neu bauen.

Aktualisiert: · Lesezeit: 3 Min. · Wie wir die Alternativen auswählen

Kurz gesagt

  • Mit einer XML-Datei kommen Schnitte und Struktur deiner Projekte mit.
  • Du kannst vom ersten Tag an die Tastenkürzel von Final Cut Pro nutzen.
  • Titel, Motion-Effekte und Plug-ins kommen nicht mit und müssen neu gebaut werden.

Das Richtige für dich, wenn…

  • Du willst ohne Kosten ein Programm, das bei Farbe und Audio stärker ist.
  • Du musst auch unter Windows oder Linux arbeiten oder Projekte mit anderen Teams austauschen.
  • Dein Mac hat genug Arbeitsspeicher, oder du arbeitest gern mit Proxys.

Besser etwas anderes, wenn…

  • Du bist auf die magnetische Timeline und das Tempo von Final Cut Pro auf deinem Mac angewiesen.
  • Du nutzt täglich viele Motion-Vorlagen und Final-Cut-Pro-Plug-ins.

Von Final Cut Pro zu DaVinci Resolve: Entsprechungen

Final Cut ProDaVinci Resolve
MediathekDatenbank und Projekte
EreignisAblagen im Media Pool
Magnetische TimelineSpuren auf der Seite Edit oder die Seite Cut
Verbundene ClipsClips auf höheren Spuren
MotionSeite Fusion
FarbräderSeite Color
AudiorollenSpuren und Busse auf der Seite Fairlight
CompressorSeite Deliver

Schritt für Schritt

  1. DaVinci Resolve installieren

    Lade die Gratisversion von der Website von Blackmagic Design oder aus dem Mac App Store. Verwechsle sie nicht mit Resolve Studio, der Bezahlversion.

  2. Medien zusammenführen

    Nutze in Final Cut Pro Ablage > Medien der Mediathek zusammenlegen, damit alle Dateien an einem Ort liegen. So findet Resolve sie leichter.

  3. XML exportieren

    Wähle das Projekt aus und nutze Ablage > XML exportieren. Es entsteht eine .fcpxml-Datei mit den Schnitten deiner Timeline.

  4. In Resolve importieren

    Erstelle ein Projekt mit derselben Auflösung und Bildrate. Wähle File > Import > Timeline und dann die .fcpxml-Datei. Fehlen Clips, verknüpfe sie im Media Pool neu.

  5. Final-Cut-Kürzel aktivieren

    Wähle in der Tastaturanpassung von DaVinci Resolve das Final-Cut-Pro-Set. Das erspart dir wochenlanges Umgewöhnen.

  6. Titel und Effekte neu bauen

    Prüfe die Timeline und ersetze, was nicht mitkam: Titel mit Text+, Effekte in Fusion und Farbe auf der Seite Color. Exportiert wird auf der Seite Deliver.

Dateien und Formate

.fcpbundle-Mediatheken lassen sich in Resolve nicht öffnen. Der Weg führt über Ablage > XML exportieren, das eine .fcpxml-Datei mit den Schnitten erzeugt, und dann über den Import der Timeline. Resolve liest ProRes, H.264 und H.265 problemlos, die häufigsten Formate am Mac. Du musst deine Medien also nicht umwandeln.

Was du nicht findest

Tipps

Häufige Fragen

Kann ich meine Final-Cut-Mediatheken öffnen?

Nicht direkt. Exportiere jedes Projekt als XML und importiere es in Resolve als Timeline.

Ist es wirklich kostenlos?

Ja. Die Gratisversion läuft nicht ab, exportiert bis Ultra HD und reicht für die meisten Projekte. Studio bietet bezahlte erweiterte Funktionen.

Läuft es gut auf einem Mac mit Apple-Chip?

Ja, es ist eine native App. Je mehr Arbeitsspeicher du hast, desto flüssiger läuft es, vor allem bei Farbe und Effekten.

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