So wechselst du von Premiere Pro zu DaVinci Resolve

DaVinci Resolve ist ein professioneller Videoeditor von Blackmagic Design mit einer sehr umfangreichen Gratisversion: Schnitt, Farbkorrektur, Effekte (Fusion) und Audio (Fairlight) in einem Programm. Es ist die leistungsstärkste Alternative zu Premiere Pro, braucht aber einen Computer mit einer ordentlichen Grafikkarte.

Aktualisiert: · Lesezeit: 3 Min. · Wie wir die Alternativen auswählen

Kurz gesagt

  • Gratisversion ohne Wasserzeichen, Export bis UHD 4K.
  • Deine Premiere-Sequenzen kannst du per XML mitnehmen.
  • Mit einer Tastenkürzel-Voreinstellung für Premiere Pro.

Das Richtige für dich, wenn…

  • Du schneidest Videos für YouTube, die Uni oder Kunden und willst ein Profi-Werkzeug ohne Abo.
  • Dich interessiert Farbkorrektur: Das ist die Stärke von Resolve.
  • Dein Computer hat eine eigene Grafikkarte oder ist ein Mac mit Apple-Chip.

Besser etwas anderes, wenn…

  • Dein Rechner ist eher schwach (wenig RAM oder alte integrierte Grafik): Shotcut oder Kdenlive laufen flüssiger.
  • Du arbeitest im Team an Premiere-Projekten, die andere täglich in Premiere öffnen.

Von Premiere Pro zu DaVinci Resolve: Entsprechungen

Premiere ProDaVinci Resolve
ProjektbedienfelderSeiten Media, Cut, Edit, Fusion, Color, Fairlight und Deliver
SequenzenTimelines
Lumetri ColorSeite Color mit Nodes und Farbrädern
Essential Graphics und After EffectsTitel auf der Seite Edit und Compositing auf der Seite Fusion
Audiomixer und AuditionSeite Fairlight
Exportwarteschlange von Media EncoderSeite Deliver mit Render-Warteschlange
ProxysOptimierte Medien und Proxys (Rechtsklick auf den Clip)
Premiere-TastenkürzelKeyboard Customization › Voreinstellung „Adobe Premiere Pro“

Schritt für Schritt

  1. Lade die Gratisversion herunter

    Lade auf der Website von Blackmagic Design DaVinci Resolve herunter (die Gratisversion, nicht „Studio“). Dafür füllst du ein Registrierungsformular aus. Es läuft unter Windows, macOS und Linux.

  2. Aktiviere die Premiere-Tastenkürzel

    Öffne DaVinci Resolve › Keyboard Customization und wähle die Voreinstellung „Adobe Premiere Pro“. So funktionieren die Kürzel, die du kennst, weiterhin.

  3. Exportiere deine Sequenz aus Premiere

    Wähle in Premiere die Sequenz aus und nutze Datei › Exportieren › Final Cut Pro XML. Halte auch den Ordner mit dem Originalmaterial bereit.

  4. Importiere sie in Resolve

    Nutze in Resolve File › Import › Timeline und wähle die XML-Datei. Findet es die Clips nicht, zeig ihm den Medienordner, um sie neu zu verknüpfen.

  5. Prüf, was nicht mitkommt

    Schnitte, Spuren und einfache Übergänge kommen gut an; Premiere-Effekte, Lumetri, Titel aus Essential Graphics und Plugins nicht. Bau sie mit den Werkzeugen von Resolve neu.

  6. Exportiere über Deliver

    Wähle auf der Seite Deliver eine Voreinstellung (zum Beispiel YouTube), füg den Job der Render-Warteschlange hinzu und klick auf „Render All“.

Dateien und Formate

Importiert die meisten Kamera- und Videoformate (MP4, H.264, H.265, MOV, ProRes…) und Timelines als XML, EDL oder AAF. Exportiert nach MP4, MOV und weitere Formate, mit Voreinstellungen für YouTube und soziale Netzwerke. Unter Linux hat die Gratisversion Einschränkungen bei H.264 und H.265, daher sind Zwischenformate sinnvoll.

Was du nicht findest

Tipps

Vergleich: DaVinci Resolve vs. Kdenlive, welches passt besser?

Häufige Fragen

Setzt das kostenlose DaVinci Resolve ein Wasserzeichen?

Nein. Die Gratisversion exportiert ohne Wasserzeichen bis zur Auflösung UHD 4K.

Kann ich ein Premiere-Projekt (.prproj) öffnen?

Nicht direkt. Exportiere die Sequenz in Premiere als XML und importiere sie in Resolve; Effekte musst du neu anlegen.

Was bietet die Studio-Version zusätzlich?

Sie wird einmalig bezahlt und bringt erweiterte Funktionen: mehr KI-Werkzeuge und Effekte, Auflösungen über 4K und mehr Hardwarebeschleunigung. Für die meisten Projekte reicht die Gratisversion.

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