So wechselst du von Dropbox zu Nextcloud

Nextcloud ist eine Open-Source-Cloud zum Synchronisieren und Teilen von Dateien unter deiner Kontrolle. Du kannst sie auf deinem eigenen Server installieren oder einen Anbieter nutzen, der sie fertig bereitstellt. Die Software ist kostenlos, aber jemand muss sie hosten: Kosten und Wartung liegen dann bei dir, dafür hängst du nicht von einer anderen Firma ab und hast nicht die Limits von Dropbox.

Aktualisiert: · Lesezeit: 2 Min. · Wie wir die Alternativen auswählen

Kurz gesagt

  • Deine eigene Cloud: Sie synchronisiert und teilt wie Dropbox, unter deiner Kontrolle.
  • Die Software ist kostenlos, du brauchst aber einen Server oder Anbieter.
  • Wenn du sie selbst hostest, bist du für Updates und Sicherungen verantwortlich.

Das Richtige für dich, wenn…

  • Dir ist wichtig, wo deine Daten liegen.
  • Du hast einen Heimserver, ein NAS oder technische Grundkenntnisse.
  • Du brauchst viel Speicher und zahlst lieber für eine Festplatte als für ein Abo.

Besser etwas anderes, wenn…

  • Du willst dich um nichts Technisches kümmern: Sieh dir Proton Drive, pCloud oder MEGA an.
  • Du bist auf Dropbox Paper oder dessen Business-Integrationen angewiesen.
Screenshot von Nextcloud
So sieht Nextcloud aus. Screenshot: Mark Ziegler · LGPL · verkleinert

Von Dropbox zu Nextcloud: Entsprechungen

DropboxNextcloud
Dropbox-OrdnerNextcloud-Ordner
Nur-online-DateienVirtuelle Dateien
Geteilte LinksLinks mit Passwort und Ablaufdatum
VersionsverlaufDateiversionen
Gelöschte DateienPapierkorb
Kamera-UploadsAutomatischer Upload in der Handy-App
Dropbox PaperNextcloud Text oder Collabora
TeamsGruppen und Gruppenordner

Schritt für Schritt

  1. Hosting wählen

    Du kannst einen Nextcloud-Anbieter nehmen, was am einfachsten ist, oder es selbst mit Nextcloud All-in-One auf einem Server oder NAS mit Docker installieren. Manche Anbieter haben kleine Gratistarife zum Testen.

  2. Dropbox herunterladen

    Achte am Computer darauf, dass alles heruntergeladen und nicht nur online ist. Falls nicht, lade es von dropbox.com herunter. Prüfe, ob alle Dateien da sind.

  3. Client installieren

    Lade den Desktop-Client von nextcloud.com herunter, verbinde ihn mit der Adresse deines Servers und wähle einen Ordner zum Synchronisieren.

  4. Dateien verschieben

    Kopiere die Dropbox-Dateien in den Nextcloud-Ordner und lass sie hochladen. Bei vielen Gigabyte mach es in Etappen oder über Nacht.

  5. Handy einrichten

    Installiere die App, verbinde sie und aktiviere den automatischen Foto-Upload. Prüfe, ob es klappt, bevor du den von Dropbox abschaltest.

  6. Neu teilen

    Erstelle Links und geteilte Ordner neu: Die von Dropbox kommen nicht mit. Informiere alle, die sie genutzt haben. Danach kannst du dein Konto schließen.

Dateien und Formate

Deine Dateien werden unverändert kopiert, ohne Umwandlung. Dropbox-Paper-Dokumente musst du vorher als .docx oder Markdown exportieren, denn sie existieren nur in diesem Dienst. Geteilte Links und Berechtigungen werden nicht übernommen. Nextcloud arbeitet mit WebDAV, einem Standard, über den sich auch andere Anwendungen anbinden lassen.

Was du nicht findest

Tipps

Häufige Fragen

Ist Nextcloud kostenlos?

Die Software ja. Das Hosting kann Geld kosten: eigener Server, Strom oder ein Anbieter.

Muss ich mich mit Servern auskennen?

Mit einem Anbieter nicht. Zum Selbstinstallieren helfen Grundkenntnisse. Nextcloud All-in-One vereinfacht das deutlich.

Lassen sich Dropbox-Links übernehmen?

Nein. Du musst in Nextcloud neue Links erstellen und erneut verschicken.

Unabhängig: Wir haben keine Geschäftsbeziehung, kein Sponsoring und keine Partnerschaft mit Dropbox oder diesen Alternativen, und niemand bezahlt uns für Empfehlungen. Die Links führen zu den offiziellen Websites und sind keine Affiliate-Links; die Website finanziert sich ausschließlich über Anzeigen von Google AdSense, die keinen Einfluss auf die Auswahl haben. Mehr erfahren.

Weitere Anleitungen

Alle Anleitungen ansehen →